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Premiere: "Kommissar
Jennerwein - Hochsaison"
Malerische Bergkulisse, ein rätselhafter Todesfall, anonyme
Drohbriefe und viel schwarzer Humor: Mit KOMMISSAR JENNERWEIN - HOCHSAISON
verfilmte Hannu Salonen erstmals einen Roman aus Jörg Maurers millionenfach
verkaufter Bestseller-Reihe für das Kino. In der Hauptrolle ist Florian
Brückner als Kommissar Jennerwein zu sehen.
Kaum hat Kommissar Hubertus Jennerwein (Florian Brückner)
seinen Dienst im winterlichen Garmisch-Partenkirchen angetreten, wird die
Alpenidylle zum Tatort: Ein dänischer Skispringer stürzt in den Tod, der
Präsident des Winterspiele-Komitees entgeht nur knapp einem Anschlag und
anonyme Schreiben kündigen weitere Verbrechen an. Zwischen misstrauischen
Dorfbewohnern und eitler Lokalpolitik muss Jennerwein einen Täter entlarven,
der Aufmerksamkeit sucht und ein tödlich ernstes Spiel spielt...
Die Erfolgsgeschichte von Jörg Maurers Bestseller-Reihe rund
um Kommissar Hubertus Jennerwein, der in einem bayerischen Kurort auf
humorvolle und oft skurrile Weise Mordfälle aufklärt, begann 2009 mit der
Veröffentlichung des ersten Bands "Föhnlage". Seitdem sind insgesamt 16
Bände erschienen, die regelmäßig auf den deutschsprachigen Bestsellerlisten
stehen. Bis heute haben sich Maurers Romane über drei Millionen Mal verkauft
und machen ihn zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautoren
der Gegenwart.
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Am 22.10.2026 feierte Hannu Salonens
Verfilmung von Jörg Maurers Alpenkrimi KOMMISSAR JENNERWEIN - HOCHSAISON
Deutschlandpremiere in der Astor Film Lounge im Arri in München. Auf dem
Roten Teppich wurden die Darsteller gemeinsam mit Regisseur Hannu Salonen
begeistert begrüßt neben den Produzenten Kerstin Nommsen (Wiedemann & Berg
TV), Benjamin Benedict (Wiedemann & Berg TV) sowie Executive Producer
Fiction Nico Grein (RTL). Im vollbesetzten Kinosaal sorgte der Film für
Hochspannung und mörderisch-gute Unterhaltung.
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Foto: v. l. n. r.: Florian Thongsap
Welch, Cornelius Obonya, Eva-Maria Reichert, Hannu Salonen (Regie), Nico
Grein (RTL), Sarah Thonig, Kerstin Nommsen (Wiedemann & Berg TV),
Florian Brückner, Frederic Linkemann, Gerhard Wittmann, Benjamin
Benedict (Wiedemann & Berg TV) |
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Wir haben mit Hauptdarsteller Florian Brückner und
Helmfried von Lüttichau schon vor der Premiere gesprochen...
Bayerische Kultserien:
Florian, mit dem Namen "Jennerwein"
hast Du ja schon zu Beginn Deiner Schauspielkarriere zu tun gehabt.
Florian Brückner:
Darauf bin ich ganz stolz. Das war glaube ich einer meiner ersten Filme und
da hat Christoph Waltz mitgespielt und Hans-Günther Bücking die Regie
gemacht.
B K:
So früh schon mit einem
Oscarpreisträger vor der Kamera.
F B:
Ich
hatte Jahre später noch mal mit ihm bei einer amerikanischen Produktion eine
Szene zusammen. Da war er unverändert nett und toll und hat sich an den Film
"Jennerwein" erinnert und welchen Spaß ihm das gemacht hat. Das war damals
ein ganz nettes Wiedersehen.
B K:
Ist die Rolle des
Hubertus Jennerwein Deine erste Hauptrolle als Kommissar?
F B:
Ja.
Ich habe dazwischen zwar mal beim "Tatort" mitgespielt, aber den leitenden
Ermittler spiele ich das erste Mal. Das ist natürlich ein Kindheitstraum.
Eine Pistole haben und in die Luft schießen dürfen. (lacht)
B K:
Brauchte es dafür ein
Schusstraining?
F B:
Es
war ja nur ein paar Mal in die Luft und dafür sind ja Waffenspezialisten am
Set. Das ging wirklich gut. Aber Kriminalsprache war eine ganz eigene Art
und Neuland für mich. Aber spannend.
B K:
Kanntest Du die Bücher von
Jörg Maurer vorher?
F B:
Nein, aber jetzt lese ich sie. (lacht) Und die sind voll mein
Geschmack.

Kommissar Jennerwein (Florian Brückner)
ermittelt im Schnee.
B K:
Wusstest Du vorher, dass es
eine "Stressbedingte Bewegungsblindheit" gibt, unter der Hubertus Jennerwein
im Film leidet?
F B:
Akinetopsie. Nein, wusste ich nicht. Das habe ich aber natürlich
recherchiert. Das ist ganz spannend. Dieses Erstarren, wenn Jennerwein in
Stresssituationen kommt. Auf der anderen Seite hat er dadurch auch seine
Superkräfte, mit denen er schnell denkt, redet und nicht aus der Puste
kommt. Das war die Herausforderung an der Rolle. Den Berg hoch laufen und
dann nicht schnaufen müssen. (lacht)
B K:
Gab es diesbezüglich eine
besondere Vorbereitung für Dich?
F B:
Mein Bruder hat ja das Drehbuch mitgeschrieben. Deshalb haben wir vorher
viel darüber gesprochen. Deswegen war der Austausch über diese
Krankheit und wie bestimmte Szenen gedacht sind, die beste Vorbereitung.
B K:
Jennerwein hat es ja nicht
einfach, als er nach Garmisch zurückkommt und eckt bei einigen Leuten an.
Wie würdest Du Hubertus Jennerwein charakterlich beschreiben?
F B:
Er
lebt halt seinen Beruf und ist wie in einer Art Tunnel. Außenwirkung und
Empathie sind wenig da und er wirkt etwas kauzig. Man kennt solche Leute
auch aus dem eigenen Leben. Die haben trotzdem eine gewisse Anziehung und
faszinieren einen. Das macht die Figur spannend.
B K:
Bei den Büchern von Jörg
Maurer ist der Schreibstil ja sehr eigen und schwarzhumorig und das kommt im
Film gut rüber. Eine ganz andere Art als die Arbeit bei "Neue Geschichten
vom Pumuckl". War diese Umstellung schwer?
F B:
Ich
habe mich einfach darauf eingelassen. Unser super Regisseur der Hannu (Salonen)
hat genau gewusst welchen Look der Film haben soll und in welche Richtung es
geht. Mit ihm hatte ja mein Bruder schon vorher bei "Oktoberfest 1900"
gedreht. Außerdem hatte ich einen wahnsinnig tollen Cast um mich herum. Das
war ein Traum.
B K:
Ist es ein Vor- oder Nachteil, wenn der eigene Bruder beim
Drehbuch mitgeschrieben hat?
F B:
Also wenn das kein Vorteil ist, dann weiß ich auch nicht. Ich meine,
manchmal habe ich ihn schon verflucht und gesagt "Boah, so schnelle und
lange Texte!" (lacht), aber es ist ein totales Geschenk, dass er da
mitgeschrieben hat. Jetzt müssen wir es nur noch vor die Kamera schaffen.
(lacht)
B K:
Ihr habt ja mal gesagt, Ihr
geht nie in Konkurrenz miteinander.
F B:
Das
machen wir auch nicht. Aber miteinander spielen wäre schon super und wäre
eine gute Synergie. Ich glaube das wird bald mal soweit sein.
B K:
Aber einmal wart Ihr doch
schon zusammen vor der Kamera.
F B:
Vor
20 Jahren beim "Räuber Kneißl", stimmt.
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@LEONINE Distribution
GmbH
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B K:
Hast Du vorher schon mal das
Skispringen in Garmisch-Partenkirchen anschauen können?
F B:
Ich
hatte nur mal einen Ausflug zur Schanze gemacht, aber das live zu sehen, das
ist schon faszinierend. Wir haben ja während der Vier Schanzen Tournee
gedreht und hatten ein relativ kurzes Zeitfenster, weil wir sonst
aufgefallen wären. Das war schon eine Erinnerung die bleibt. Vor allem was
die Skispringer dort leisten. Es sieht ja schon krass aus wenn man untern
steht. Beim Film durfte ich auch oben stehen, wo man die ganze Dimension zu
sehen bekommt. Nie im Leben würde ich das machen. (lacht)
B K:
Im Film spielst Du, wie auch
bei "Neue Geschichten vom Pumuckl", wieder mit Frederic Linkemann zusammen.
Ihr seid ja auch gut befreundet. Macht es das leichter?
F B:
Wir
wissen beide gegenseitig, wie wir am besten funktionieren. Ich glaube das
ist auch für die Produktion ein Geschenk. Beim "Pumuckl" spielen wir ja
beste Freunde und hier eher Kontrahenten.
B K:
Bei dem tollen Ensemble,
dass Ihr das als Ermittler-Team habt, hätte das doch Potential für
eventuelle Fortsetzungen.
F B:
Ich
hab ja gehört es soll mehrere Bücher geben. (lacht) Aber das sollen
erstmal die Zuschauer entscheiden.
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B K:
Bei "Neue Geschichten vom
Pumuckl" gibt es auch neue Folgen?
F B:
Wir
sind gerade beim Drehen, aber heute habe ich frei bekommen. (lacht)
Das macht mir auch nach wie vor noch Spaß, auch wenn es eine intensive
Arbeit ist, weil man sich einfach nicht darauf ausruhen darf. Es ist schon
eine Herausforderung die Messlatte so hoch zu halten. Die Serie ist ein
Kulturgut, dass man auch entsprechend würdigen muss. Ein Riesenglück ist
einfach, dass die Bücher so gut geschrieben sind. Deswegen macht mir das
auch zusammen mit dem Maxi Schafroth so viel Spaß. Das haut so gut hin und
er ist so witzig, dass ich jedes Mal wenn er da ist aufpassen muss, dass ich
in den Szenen nicht so viel lachen muss. (lacht)
B K:
Hättest Du dann überhaupt
Zeit für weitere Fortsetzungen?
F B:
Das
wird ja gottseidank versetzt gedreht, deswegen geht das schon.
B K:
Es gab da ja viele Skeptiker
im Vorfeld, die im Nachhinein aber fast alle begeistert von der Umsetzung
waren.
F B:
Die
halbe Miete waren einfach auch die tollen Drehbücher dazu. Nehmen wir nur
mal die Folge aus der ersten Staffel, mit Pumuckl und Florian Eder an Franz
Eders Grab. Das kann man einem Kind nicht schöner erklären und hat mich beim
Lesen schon sehr berührt. Auch als er am Ende der Staffel zu Florian
"Meister" sagt, einfach herzlich. Entschleunigend, nostalgisch und mit
herzlichen Botschaften.
B K:
Meister Eder, Bayrhammer,
Tatort, Kommissar...
F B:
Das
ist mir auch irgendwann bewusst geworden. Einen Kommissar und den Meister
Eder zu spielen, das hätte ich mir nie träumen lassen. Etwas das mein großes
Idol Gustl Bayrhammer auch gemacht hat. Das fühlt sich an wie ein Tagtraum.
Der Helmfried von Lüttichau, der auch bei "Kommissar Jennerwein" dabei ist,
stand übrigens auch für den "Florian Eder" zu Auswahl. (überlegt) Für
mich persönlich hätte ja z.B. auch ein Max Schmidt gut passen können.
B K:
Handwerklich und von der
Optik her...
F B:
Ich
finde schon. Aber sollte dann doch auf eine eventuelle Weitererzählung
hinauslaufen und damit etwas jünger sein.
B K:
Deine bayerische
Lieblingsserie haben wir ja schon beim letzten Interview geklärt, aber hast
Du auch einen Lieblingsspruch?
F B:
Aus
"Irgendwie und Sowieso" von Bruno Jonas, alias "Tango". "Jambalaya!" - "Na
oiso, brenn eana d'Fuassoin ab!" - "Oba scho wirkli ge!". (lacht)
B K:
Sehr gut! Vielen Dank Florian.
F B:
Sehr gerne.
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Das Ermittlerteam Ludwig Stengele (Frederic Linkemann), Kommissar
Jennerwein (Florian Brückner), Nicole Schwattke (Sarah Thonig) und
Johann Ostler (Helmfried von Lüttichau) versucht das Motiv des Täters
herauszufinden. |
Bayerische Kultserien:
Herr von Lüttichau, Wolfratshausen
oder Garmisch-Partenkirchen?
Helmfried von Lüttichau:
(lacht) Och, von Wolfratshausen fährt man glaube ich eine Stunde nach
Garmisch und zurück. Ich find beides cool. Aber natürlich sind in Garmisch
die Berge höher. Wenn man da von Wolfratshausen drauf zufährt, der Anblick
mit der Zugspitze is schon einmalig.
B K:
In einem früheren Interview mit uns haben
Sie gesagt, dass Sie gar nicht so ein Heimatverbundener Mensch sind. Ist das
immer noch so?
HvL:
Ich würde behaupten, das Hannes Ringlstetter mich auf die Idee gebracht hat,
dass der "Staller" tatsächlich für mich so etwas wie eine Art Heimat
geworden ist. Ich merke das auch, wenn ich so rede wie der Staller, oder in
so einer Rolle bin, dann (überlegt) wie sagt der Bayer: Do hob i glei
a ganz anders Kreiz. (lacht) Mittlerweile lebe ich auch am Schliersee
und spüre dort schon etwas, das Heimat sein
könnte. Auch das hängt vielleicht mit der Rolle Johannes Staller zusammen,
weil ich oft damit identifiziert werde und mir wiederum ein Heimatgefühl
gibt. Deswegen ist Ihre Nachfrage wirklich interessant: Das Heimatverbundene
ist tatsächlich stärker geworden.
B K:
Waren Sie vorher schon mal beim
Skispringen in Garmisch?
HvL:
Nein, ehrlich gesagt noch nie. Skispringen war auch nie mein bevorzugter
Sport. Wenn dann schaue ich gerne Abfahrtslauf. Das finde ich fantastisch
und erinnert mich an meine eigene Jugend, als wir immer möglichst alle
Abfahrten Schuss gefahren sind. Da wollten wir immer ausprobieren, wie man
eine Strecke am besten "durchbrettert". Das waren aber keine schwarzen
Pisten. (lacht)
B K:
Aber in Garmisch waren
Sie sicher schon davor.
HvL:
Klar.
Auch um dort zu drehen. Ich habe schon mal in einer
Jennerwein-Verfilmung mitgespielt. Das war die Verfilmung von
"Föhnlage", vor ca. 15 Jahren. Da war ich allerdings als Bösewicht
unterwegs. Garmisch ist schon etwas Besonderes und auch die Zugspitze
war als Kind für mich faszinierend. Mit der Zahnradbahn dort hochfahren,
dass hat etwas Abenteuerliches.
B K:
Bei "Kommissar
Jennerwein - Hochsaison", sind Sie wieder Teil eines Ermittlerteams und
in diesem Ensemble eigentlich eher die Person, die vermittelt und
verbindet.
HvL:
Meine
Rolle ist natürlich ein bisschen das Urgestein dort und der älteste.
Mich hat dieser Film interessiert, weil ich erstens den Regisseur schon
kannte und auch mit den Romanen von Jörg Maurer vertraut war. Und
zweitens fühlte sich der Charakter auch wieder ein bisschen heimatlich
an. Die Rolle lebt
weniger von vielen Aktionen die sie hat, sondern mehr von der Person,
die dahinter steht. Die Akzente und das Verbindende, haben sich aber
auch beim Dreh einfach so ergeben.
B K:
Wie sind Sie zu der
Rolle gekommen?
HvL:
Ich
habe einen Anruf bekommen, ob ich das machen möchte. Dann wurde die
Drehzeit terminiert. Als ich gesehen habe, wer der Regisseur ist, dachte
ich: "Oh super!". Der Blick eines Finnen auf Oberbayern hat mich sofort
interessiert. Eigentlich war ich gerade in der Vorbereitung meines
Soloprogramms total abgetaucht, dass jetzt im Februar Premiere hatte.
Aber letztendlich hat es doch gut gepasst.

@LEONINE Distribution GmbH
B K:
Sie haben den Film "Föhnlage - Ein
Alpenkrimi" von Rainer Kaufmann aus dem Jahr 2011 schon angesprochen. Stimmt
es, dass Sie damals eigentlich als Darsteller für den Kommissar Jennerwein
vorgesehen waren?
HvL:
Das stimmt tatsächlich. Ich war beim Casting für den Kommissar Jennerwein
und mein Kollege Martin Feifel war für die Rolle des Xaver Haraßer dort,
also für den Bösewicht. Wir haben dann zusammen Szenen vorgespielt, bis
Regisseur Rainer Kaufmann plötzlich sagte: "Tauscht doch mal die Rollen!"
Wir darauf: "Wie?". "Ja, spiel du seine und er deine." (lacht) Gut,
wir haben uns dann schnell noch mal die jeweiligen Texte angeschaut und es
so gemacht. Rainer Kaufmann glaubte, dass die barocke Art des Haraßers mehr
zu mir passt, während die Eigenwilligkeit des Kommissars mehr zu Martin
Feifel passen würde. So hat es sich dann auch bewahrheitet. Lustigerweise
habe ich mich dann mit dieser Rolle, auch mit der Stammtischhoheit des Xaver
Haraßer, der immer Witze erzählt und der tolle Hecht war, sehr wohl gefühlt.
B K:
Dadurch waren Sie natürlich mit den
Personen und Geschichten vertraut.
HvL:
Ja, ich war in dem Genre quasi schon Zuhause und hatte mich dafür auch mit
den Büchern beschäftigt. Deswegen war ich sofort dabei.
B K:
Jörg Maurer hat glaube ich 16 Romane
mit Kommissar Jennerwein geschrieben. Mal angenommen, die Zuschauer mögen
den Film und das Ermittler-Team, dann wären ja eventuell Fortsetzungen
möglich.
HvL:
(lacht) Das könnte theoretisch der Fall sein. Ob es dann so ist,
entscheidet der Zuschauer. Für mich wäre es in diesem Team jedenfalls auch
mal eine schöne Abwechslung. Bei „Hubert und Staller“ war ich ja gemeinsam
mit Christian Tramitz Hauptdarsteller. Einfach Teil des Ganzen zu sein und
nicht immer quasi als Motor ganz vorn dran zu stehen, macht mir durchaus
auch Spaß.
B K:
Das ist dann wahrscheinlich auch
besser mit Ihren Kabarett-Programmen vereinbar.
HvL:
Ja, auf jeden Fall. Ich möchte mich ja nicht ganz vom Drehen zurückziehen.
Mit dem Gedanken hatte ich kurz gespielt, aber dafür macht mir die Arbeit in
einem Team, mit Kamera, mit Regie und allem was dazugehört, einfach zuviel
Spaß. Ich werde dieses Jahr 70 Jahre alt und muss ich mich so auch immer
wieder neu positionieren und roste nicht ein. (lacht) Und beim
Kabarett fühle ich mich sowieso
eher als Anfänger, der ständig dazulernt.
B K:
Ihre Rolle bei "Hubert und Staller"
ist nun doch schon eine Weile her und mittlerweile kennt man Sie schon von
vielen anderen Sachen. Gibt es immer noch Leute, die erstaunt sind, wenn Sie
gar nicht so einen bayerischen Dialekt haben?
HvL:
Ja, immer noch. Manchmal werde ich sogar - richtiggehend - beschimpft, warum
ich denn meinen schönen Dialekt so verleugne. Erst vor ca. einem halben Jahr
kam jemand am Odeonsplatz zu mit und meinte "Na, also als ich des g'sehen
hab, wie sie den Dialekt so
verleugnen." Da meinte ich "Das ist genau umgekehrt. Ich würde mir etwas
anmaßen, was mir gar nicht gehört." Obwohl ich mich wie gesagt in diesem
Dialekt auch daheim fühle. Das sind einfach zwei Seelen, die in meiner Brust
wohnen. Darüber habe ich auch in meinem Soloprogramm einen Song geschrieben.
Den "Zwei-Seelen-Blues".

Anton Krusti(Gerhard
Wittmann) & Manfred Penck (Felix Hellmann) Die Dorfbewohner diskutieren über
einen anonymen Brief.
B K:
Sie werden sicher noch sehr oft auf
"Hubert und Staller" angesprochen.
HvL:
Ja, natürlich. Erst heute früh wieder. Ich war in Überlingen im Hotel, weil
ich dort für eine ZDF-Produktion gedreht habe und da war es beim Frühstück
ein bisschen anstrengend. (lach)
B K:
Ist das nicht auch mal nervig?
HvL:
Nein, ich versuche das als ganz normal hinzunehmen, denn es gab so viele
Jahre in meinem Leben, wo mich niemand erkannt oder angesprochen hat. Der "Staller"
hat mir ja auch ermöglicht, dass ich mit meinem Programm von Frankfurt bis
Wien auf Tour sein kann und Leute kommen. Diese Rolle hat mir meine
persönliche Freiheit ermöglicht und da bin ich ewig dankbar. (überlegt)
Manchmal denke ich mir: Kann man im Fernsehen mehr erreichen, als wenn einem
Menschen sagen, man hätte ihre Kindheit geprägt? Das kann vielleicht noch
"Flipper" behaupten oder "Lassie". (lacht) Das ist doch was ganz
Tolles.
B K:
Apropos "Kindheit prägen". Gerade
haben wir von Ihren Kollegen Florian Brückner gehört, dass Sie auch einer
der Kandidaten waren, die bei "Neue Geschichten vom Pumuckl" den Meister
Eder spielen sollten.
HvL:
Ja. Ich war auch im Casting dafür. Es war dann nur nicht ganz klar, ob das
Alter passt. Ich hätte zwar auch theoretisch der Neffe vom Gustl Bayrhammer
sein können, aber ich finde es super, dass es jetzt ein jüngerer ist. Der
Florian Brückner macht das einfach großartig! Ihm glaubt man auch den
Schreiner, wo ich bei mir nicht ganz sicher wäre (lacht).
B K:
Ich bin gespannt, ob Sie noch
wissen, welche Serie Sie als "persönliche bayerische Lieblingsserie" genannt
haben.
HvL:
(überlegt lange) "Monaco Franze"? Nein, das wars nicht. (überlegt
weiter) Ah, "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", Stimmt.
Und das "Königlich Bayerische Amtsgericht", das ich als Kind auch immer
geschaut habe.
B K:
...Zusammen mit Walter Sedlmayr und
der "Polizeiinspektion 1".
HvL:
Ah, ja genau.
B K:
Vielen Dank Herr von Lüttichau.
HvL:
Dankeschön.

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