Premiere: "Bonnie: Eine Münchner Action Komödie"

Als ein mysteriöser Rucksack vor ihrer einstigen Stammkneipe auftaucht, stolpern zwei ehemalige Band-Kolleginnen Hals über Kopf in eine Hetzjagd quer durch München – dabei werden sie nicht nur mit einer tickenden Bombe und zwei chaotischen Polizisten konfrontiert, sondern auch mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit...

Eine Independent-Komödie, die ohne Senderbeteiligung oder Fördermittel entstanden ist. Regisseur Mark Lohr, Produzentin und Schauspielerin Corinna Blädel und Produzent und Komponist Johannes Rauscher und das Team setzten auf Crowdfunding, Sponsoring und noch mehr Rock'n'Roll. Kneipenromantik trifft auf Rock-'n'-Roll-Attitüde, Bier, auf bayerischen Dialekt und eine gewisse Sehnsucht nach einem München, das sich nicht vollständig glattgebügelt präsentieren möchte.

Am 2. September feierte "Bonnie" seine Premiere im RIO-Filmpalast.

 

 

Auch bei der Premiere in München merkte man den Machern und dem gesamten anwesendem Cast die Kinolust an

 

 

Hannah-Darstellerin Corinna Blädel mit Patrick Finger und Noah Hansen alias Quinoah K im Blitzlicht

 

Bayerische Kultserien: Meine erste Frage an Euch als Macher: Gibt oder gab es für Euch ein persönliches "Bonnie"?

Corinna Blädel: Boah, gute Frage. Leider nicht, glaube ich. Wahrscheinlich ist das "Bonnie" eine Verbindung aus all den verschiedenen Kneipen, wo ich jemals war. Wir waren tatsächlich vor ein oder zwei Jahren mal in Dublin unterwegs und haben dort eine kleine Pub-Reise gemacht. Ich denke, da ist einiges an Inspiration mit eingeflossen. Ein exaktes Bonnie gibts also nicht, aber viele, viele kleine überall verteilt. (lacht)

Johannes Rauscher: Gerade mit Live-Band hat das schon eher Pub-Charakter. Der Drehort, nämlich das Music-Pub in Peterskirchen ist ja wirklich ein so eine Kneipe.

Mark Lohr: Man könnte wirklich zusammenfassen, dass das Bonnie aus dem Film wirklich ein "Best Of" ist, aus allen Kneipen. Und damit die ideale Wunschvorstellung. (lacht)

B K: Warum eine Action-Komödie und wer von Euch hatte die Idee als erstes?

(alle Finger zeigen auf den Regisseur)

Mark: Das war dann wahrscheinlich ich. (lacht) Mit Actionfilmen bin ich aufgewachsen und groß geworden. Das hat mich als Kind schon immer begeistert. Die Kombination mit bayerischem Dialekt gab es so aber glaube ich noch nicht. Das waren zwei Bausteine, die sich in meinem Kopf perfekt ergänzt haben.

Johannes: Wir dachten uns, dass der bayerische Markt in dem Punkt noch etwas ungesättigt ist und wollten uns mal in diese Nische wagen.

Corinna: Die "Eberhofer"-Filme funktionieren ja im Kino z.B. sehr gut. Das hat uns inspiriert zu sagen: Schauen wir mal, was noch so möglich ist im Bayerischen.

B K: Der Bandname im Film ist "Lacke Plörre", wie man hier auch auf den T-Shirts gut sehen kann. Ich wollte eigentlich fragen, bei was Euch dieser Name eingefallen ist, aber wahrscheinlich erübrigt sich das, oder?

Mark: (lacht) Ja, das ist ziemlich offensichtlich. Irgendwer hat das mal irgendwann gesagt und wir dachten uns, das klingt eigentlich wie eine richtig ekelhafte Kneipenband. Somit war der Name für unsere Film-Band gefunden und es war auch der Arbeitstitel.

B K: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Frauen, was beim Actionfilm auch nicht alltäglich ist. War Euch das wichtig?

Mark: Wir haben nicht mit Absicht darauf abgezielt, die Geschichte mit zwei Frauen zu erzählen. Uns war wichtig eine authentische Story zu entwickeln, die gut funktioniert. Das es dann zwei Frauen waren, mit denen das gut geklappt hat, ist eher organisch und nicht gezwungenermaßen entstanden.

Corinna: Bei Marks letztem Film (Hopfen, Malz und Blei) haben Lea Liebhardt und ich auch schon zusammen spielen dürfen. Ich glaube Mark hat damals schon die Dynamik ganz gut gefallen. Er kennt uns ja auch privat. Wir sind laut, derb und manchmal auch vulgär. Er dachte sich dann wohl: Okay, das brauche ich dann auch im nächsten Film. Jetzt hab ich es einfach mal für dich ausgesprochen Mark. (lacht)

Mark: (lacht) Stimmt ja. Never change a running system.

B K: Wie wichtig war Euch München als Drehort?

Mark: Extrem wichtig, weil das die Ausgangsidee war. Die Geschichte ist eigentlich entstanden, als ich auf dem Weg zur Arbeit in die Bavaria-Filmstadt war und in der Tram gesessen bin. Da hatte ich immer meine 30 Minuten Zeit aus dem Fenster zu schauen und zu beobachten, wie der Sommer in München vorbeizieht. Durch die Bewegung der Tram dachte ich mir, dass eine Action-Geschichte, die sich durch die Stadt zieht cool wäre.

B K: Und dann natürlich auch mit bayerischem Dialekt.

Mark: Gehört natürlich absolut dazu.

Johannes: Der bayerische Dialekt darf einfach nicht aussterben. (lacht)

Corinna: Johannes war sowieso immer der Bayerisch-Verfechter.

Johannes: Ich musste immer Probelesen, wenn es um den Dialekt gegangen ist.

B K: Dann hast Du auch mal korrigieren müssen?

Johannes: Hin und wieder mal, ja. (lacht)

Corinna: Auch in den Takes. Wenn wieder mal irgendwas falsch war, schrie er wieder: "Coco, Boarisch!"

B K: Muss man Dich tatsächlich an Bayrisch erinnern?

Corinna: Nur manchmal. (lacht) Nach dem Drehen haben wir ein paar Monate später die Voice Over gemacht und da hatte ich dann schon so einen Abstand, dass der Hansi mir das manchmal sagen musste. (lacht)

B K: Wie geht man so ein Projekt an? So ganz ohne Fördermittel in Eigenproduktion?

Corinna: Indem man sehr fleißig ist. (lacht) Das ist wirklich viel Arbeit. Wir haben natürlich Crowdfunding probiert, bei dem auch einiges zusammengekommen ist. Letztendlich konnten wir aber das Budget extrem senken, weil so viele Sponsoren mit dabei waren. Frühstück vom Bäcker, Mittagsessen von irgendwelchen Restaurants und sogar unsere Kostüme wurden von Modehäusern spendiert. So konnten wir die Kosten senken. Wir haben auch viele Leute angeschrieben und nach Hilfe gefragt und die Leute hatten richtig Lust uns zu unterstützen.

Johannes: Wir waren auch überrascht, wie viele regionale Unternehmen uns unterstützt haben. Zum Beispiel auch mit einem Sprinter für den kompletten Drehzeitraum, oder auch mit einem Mietauto. Es waren wirklich unglaubliche Geschenke, die wir da bekommen haben.

B K: Hat das auch Vorteile, weil einem dann sonst niemand reinreden kann?

Mark: Man hat natürlich eine Extraportion Stress, durch die Aufgaben, die man gleichzeitig bewältigen muss. Aber man hat auch die komplette Freiheit, die Idee so umzusetzen, wie man es selber möchte. Es hat also Vor- und Nachteile. Je größer eine Produktion ist und Förderer mit dabei sind, desto mehr Leute haben etwas mit zu entscheiden und desto komprimierter wird dann meistens die ursprüngliche Idee.

B K: Gab es für diesen Actionfilm andere Filme, die Euch inspiriert haben?

Corinna: Auf jeden Fall "Lola rennt" und tatsächlich auch "Thelma & Louise", wo wir wieder bei zwei Frauen in der Geschichte wären. Das waren zumindest meine Impulse, die ich dem Mark gegeben habe.

Mark: Eine Ausgangsidee, damit wir den Leuten auch schreiben konnten, worum es sich handelt, war tatsächlich immer "Lola rennt meets Thelma & Louise meets Eberhofer". Mit dieser Mischung hat man dann gleich drei gute Sachen im Kopf. (lacht)

B K: Aufgrund des Titels und nachdem ich den Trailer gesehen hatte, ist bei mir der Gedanke an "Die Bonnie-Situation" und damit an Quentin Tarantino gekommen.

Mark: Fließt mit Sicherheit auch mit rein. Vor allem weil es mein persönlicher Lieblingsregisseur ist. Auch wenn das "Bonnie" nicht deswegen so heißt.

B K: Wie habt Ihr den Cast zusammenbekommen? Corinna, Du spielst ja selber die Hauptrolle, aber es sind ja z.B. auch einige Leute dabei, die man als Influencer kennt.

Corinna: Meine Agentur, die Isarperlen, haben uns ganz viele super Schauspieler vermittelt, die Lust hatten mitzuspielen. Zusätzlich bin ich ja auch Moderatorin beim Regionalfernsehen und da durfte ich auch die Gerdi und den Noah mal interviewen. Nachdem wir uns da gut verstanden haben, hab ich den Kontakt genutzt und dachte mir, warum eigentlich nicht gleich die beiden? Die passen so gut da rein.

B K: Was steht als Nächstes an?

(alle lachen und die Blicke gehen wieder zu Mark)

Mark: Wir haben uns ja darauf konzentriert, Genre-Kino im bayerischen Sektor auszuprobieren. Da gehört natürlich neben Action auch Horror dazu. Das wäre also vielleicht ein nächster Step. Aber das ist ein langer Weg.

B K: Habt Ihr eine bayerische Lieblingskultserie?

Mark: "Münchner Geschichten" ist etwas, mit dem ich groß geworden bin, weil mein Vater das immer angeschaut hat.

Johannes: Ich habe eine sehr schöne Erinnerung daran, wie ich damals immer Dienstagabend zum Essen zu meinem Vater rüber bin und mit ihm und meinem Onkel immer "Die Rosenheim Cops" geschaut hab. Das war ein richtig schönes Beisammensein.

Corinna: Also bitte" Georg Blädel - "Königlich Bayerisches Amtsgericht". Logisch, oder? (lacht)

B K: Ich wäre schon noch darauf zu sprechen gekommen, Corinna. Wirst Du ab und zu noch auf Deinen Opa angesprochen?

Corinna: Ja, wenn ich beim Regionalfernsehen Leute interviewe, dann sagen die "Ah, a Blädel". (lacht) Also die erkennen den Namen dann schon. Jüngere natürlich nicht mehr, aber ich prahl dann etwas damit. (lacht) Ich habe ihn nie kennen gelernt, aber ich behaupte mal, die Schauspiel-Gene sind in mir drin.

B K: Ich danke Euch!

Alle: Sehr gerne!

 

 

Applaus und leuchtende Ovationen im RIO-Filmpalast

 

Bayerische Kultserien: Noah, letztens haben Dich schon viele im neuen Eberhofer-Film "Steckerlfischfiasko" sehen können. Nun Dein zweiter Auftritt in einem Kinofilm. Hast Du langsam Blut geleckt?

Noah Hansen: Es macht auf jeden Fall Spaß. Wie weit meine Fähigkeiten reichen weiß ich allerdings nicht. Ich bin aber ganz zufrieden und es ist eine Ehre für mich bei beiden Filmen dabei sein zu dürfen. Ich bin immer dabei wenn mich jemand anfragt. Deswegen hier an alle: Ihr wisst es jetzt. Ich brauch auch kein Geld dafür. Für mich ist das eine Ehre und ich freue mich auf alles was noch kommt. (lacht) Aber wenn man ehrlich ist: Ich bin ja kein Schauspieler, deswegen bleibt es nur ein Hobby. Aber ich bin bereit für neue Aufgaben und Neues zu lernen. Schau ma moi wos kimmt.

B K: Was ich bis jetzt kenne, kann sich auf jeden Fall sehen lassen.

N H: Hoff mas. Ich bin selber gespannt. (lacht)

B K: Wie kam es zu Deinem Mitwirken bei "Bonnie"?

N H: Ich habe die Coco (Corinna Blädel) vor zwei Jahren in der Alpenrose (Gasthof) kennen gelernt. Dort wo meine Social Media Karriere losgegangen ist, als mich mein Chef beim Kochen gefilmt hat. Sie ist damals als Reporterin mit dem Regionalfernsehen zum Interview mit mir gekommen. Ein paar Monate später hat sich mich dann gefragt, ob ich Bock hätte bei ihrem Kinofilm mitzuspielen. Die Rolle als Wirt ist ja nicht so weit weg von mir. (lacht) Vielleicht ist es ja mein großes Zukunftsziel mal ein Wirt zu sein. Deswegen war das jetzt schon mal die perfekte Vorbereitung. (lacht)

B K: Perfekte Überleitung. Ich wollte Dich nämlich fragen, ob Du Dir vorstellen könntest, eine Kneipe wie das "Bonnie" im Film zu betreiben?

N H: Ich wäre mit allem dankbar, was mir der Herrgott im Bereich Gastro in die Arme legt. Natürlich gäbe es ein paar Favoriten, aber erstmal wäre es schon cool, etwas unter meinem Namen aufzumachen.

B K: Und dann tatsächlich so etwas wie das "Bonnie"?

N H: (überlegt) Hm.. vielleicht nicht ganz mein Traum, aber wenn ich jetzt ein Restaurant hätte, das gut läuft, dann wäre das vielleicht ein zweites Unternehmenskonstrukt. Dann könnte man zwei Zielgruppen ansprechen.

B K: Hört sich schon ganz nach "Chef-Denke" an.

N H: (lacht)

 

B K: Jetzt waren es natürlich zwei bayerische Filme, bei denen Du mitgespielt hast. Könntest Du überhaupt auf hochdeutsch spielen?

N H: Ja sicher. Ich habe ja hier in München dreieinhalb Jahre gearbeitet. Da war nix mit Bayrisch, weil ich da nur blöd angeschaut worden bin. Meine Mama ist eine Deutschlehrerin, deswegen kann ich hochdeutsch reden und mache es eigentlich sogar oft. Es kommt halt ganz darauf an, wo ich gerade bin. Jetzt bin ich momentan viel unterwegs, aber wenn ich nicht in Bayern bin, oder in Meetings, dann habe ich danch schon immer so einen "Hochdeutschfahrer" drin. (lacht) Meine Oma hat dann immer gesagt: "Ah, heid red da wieda nach der Schrift". Es geht also auch so oder so.

B K: Wie war Deine Arbeit beim Eberhofer-Dreh?

N H: Ich schaue gerne Eberhofer-Filme mit meinen Kumpels an. Das sind ja Stars für mich. Den Film davor habe ich im Kino bei uns im Ort gesehen und es ist einfach komplett verrückt, dass ich eineinhalb Jahre später selber eingeladen worden bin, da mitzuspielen. Das war auch total wild, weil ich da eine Email bekommen habe und damals nicht so der Typ war, der immer seine Mails sofort gelesen hat. In der Zwischenzeit hat sich das gebessert. Ich war also erstmal total überfordert. "Wia Eberhofer?" (lacht) Dann wurde ich gecastet und war noch nie so aufgeregt am Set. Wenn dann so ein Sebastian Bezzel neben dir steht, dann denkst du nur "Wahnsinn". Ein ganzer Drehtag für die 2 Minuten, die ich dabei war, was aber natürlich voll die Ehre ist. Und dann spielst du die ersten paar Szenen und es kommt dann ein "Take! Noch mal" und die Regieassistentin erklärt dir wie du was sagen sollst. Da dachte ich dann schon "Fuck, drehen wir das wirklich nur wegen mir noch mal?". (lacht) Im Gegensatz zu den richtigen Schauspielern, die teilweise 10 Minuten lange Texte haben, wo du dir denkst "Oida, wie kann der sich das merken!", wo ich doch nur 5 Sätze hab. (lacht) Wir haben das ja in einem Seniorenheim gedreht und ich habe leider zuerst nicht unterscheiden können, wer dort wirklich untergebracht ist und wer zum Film gehört. Das war ein Gefühl zwischen Fiebertraum, Aufregung und Stolz. Einfach ein brutaler Tag. Dann war auch noch der Ferdinand (Hofer) dabei, den ich gut kenne, Grüße gehen raus an Ferdi! Dann kommt er also auch noch dazu und ich hatte noch mehr Sorgen, dass ich es verkacke. (lacht) Es war also sehr aufregend, aber im Großen und Ganzen einfach eine große Ehre.

B K: Noah, hast Du eine bayerische Lieblingsserie?

N H: Boah. Ich schaue ehrlich gesagt überhaupt keine Serien. Ich bin viel zu unkonstant. Ich fange eine Serie an und bleib nicht dabei. Irgendwann nehme ich mir immer was vor, nach dem Motto "Geil, des muast da jetzt oschaun", aber dann schau ich eine Folge und habe am nächsten Tag was besseres zu tun oder gehe in die Arbeit. Deswegen habe ich das einfach für mich aufgegeben. Während Corona hat das geklappt, weil ich frei hatte. (lacht) Aber seitdem nicht mehr.

B K: Dann sagst Du mir also jetzt gerade, dass Du z.B. "Monaco Franze" nicht kennst?

N H: Na. Auch z.B. nicht "Die Rosenheim Cops" weil ich oft aufgrund der Nähe damit in Verbindung gebracht werde. Ich war einfach noch nie der Fernsehtyp. (überlegt) Was ich früher als 14-15jähriger immer geschaut hab, ist "Krass Schule". (überlegt) Oh na, jetzt hab ich mich geoutet eine Trashserie geschaut zu haben. Da beklecker ich mich jetzt nicht grad mit Ruhm. Aber damit habe ich mir halt früher die Zeit vertrieben.

 

B K: Ich schau mal, ob ich das wirklich schreiben soll.

J G: Moment! Ich habe noch eine gefunden! "Hubert und Staller", die habe ich früher immer gesuchtet, mit meinen Eltern. Zum Glück ist mir das noch eingefallen. (lacht)

B K: Aber wirklich! Danke Noah fürs Gespräch.

N H: Ich sag danke.

 

Bayerische Kultserien: Gerdi. erste Frage: Das Rosenheimer Herbstfest läuft und Du bist in München?

Gerdi Hauser: (lacht) Ja, das ist wild. Aber ich brauch a bisserl Abwechslung und da hab ich mir gedacht: Den einen Tag kann ich mir verzeihen, des passt scho. (lacht)

B K: Ist "Bonnie" Deine erste Erfahrung vor einer Fernseh- oder Kinokamera?

G H: Nein, ich war z.B. auch schon bei "Neue Geschichten vom Pumuckl" dabei. Zwar nur so im Hintergrund, aber immerhin. (lacht)

B K: Wie war das so?

G H: Super. Aber auch sehr anstrengend, weil man die Sachen ja nicht nur einmal macht, sondern Szenen auch immer wieder wiederholt werden. Es könnte ja immer noch besser sein. Nach dem 15, Mal denkt man sich dann schon: Hammas jetzt dann. (lacht)

B K: Wie kam es zum Mitwirken bei "Bonnie"?

G H: Ich habe damals bei B-Comefy (B-Comedy-com) mitspielen dürfen und da habe ich die Coco kennen gelernt. Die hat dann gesagt "Weißt Du was? Du bist super!". (lacht) Und das ich halt so eine wilde Brezn bin und sie könnte sich vorstellen, dass wenn sie mal einen Film rausbringt, ich mitspielen könnte. Ich hab dann gesagt "Jaja, mach i." Ich dachte, das wird eh nix, weil sie mich vergisst. Eines Tages bekomme ich eine lange Nachricht von ihr und sie schrieb: "Jetzt is soweit, wir drehen einen Film. Bist dabei?". War natürlich keine Frage für mich.

B K: Ist das etwas, dass Du Dir noch öfter vorstellen könntest?

G H: Auf alle Fälle. Es ist nur nicht ganz so einfach. Es wollen ja viele Leute beim Film dabei sein.

B K: Könntest Du auch Hochdeutsch spielen im Film?

G H: Hochdeutsch? (schaut erschrocken, überlegt und lacht) Joa...ja, schon. (schwenkt um auf Hochdeutsch) Aber ich finde Hochdeutsch hört sich bei mir immer so geschwollen an. (grinst)

B K: Wäre eine Kneipe wie das "Bonnie" im Film auch was für Dich?

G H: Klar, auf alle Fälle.

B K: Als Gast oder als Wirtin?

G H: (überlegt) Ach ja, hm...schwierige Frage. Beides irgendwie. Ich weiß nicht, ob ich mir das tatsächlich jeden Tag vorstellen könnte, aber so am Wochenende a bisserl Wirtin sein, das ist bestimmt lustig. (lacht)

 

B K: Du bist jetzt schon etwas länger nicht mehr die "Bierfluencerin", mit der Du im Internet bekannt geworden bist. Warum?

G H: Ich werde etwas ruhiger. Aber nur etwas. Ich meine, ich bin jetzt auch nicht mehr die Jüngste. (lacht) Ich gehöre ja jetzt auch schon zu Ü30. Ich finde der Name "Bierfluencerin" hat mich auch immer ein bisschen eingegrenzt. Sobald ich mal etwas anderes gepostet habe, hieß es z.B. oft "Du bist doch Bierfluencerin. Warum trinkst du einen Wein?". Das hat mich irgendwann genervt. Ich bin immer noch die Gerdi, trink immer noch gern Bier, bin immer noch gern irgendwo unterwegs, auch im Bierzelt, aber ich mache halt auch gerne andere Sachen.

B K: Gerdi, hast Du eine bayerische Lieblingsserie?

G H: Oh Gott, ich darf das gar nicht so laut sagen, aber ich bin im Fernsehschauen sehr schlecht. Aber natürlich kenne ich z.B. "Dahoam is dahoam". Da wäre ich übrigens auch gerne mal dabei. (lacht)

B K: Dann drück ich die Daumen. Danke Dir!

G H: Gern.

 

Irgendwann war der "Bonnie-Kühlschrank" natürlich leer und musste weiterziehen. Wohin die Kinotour noch geht, erfahrt Ihr am besten hier:

Slamming Sheep Film (@slamming_sheep_film) • Instagram-Fotos und -Videos

"Bonnie - Eine Münchner Action-Komödie"

Seit 3. September 2026 im Kino

 

 
 
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